Akkulaufzeit von Mobilgeräten im Freifunknetz

Ich habe schon mehrmals gehört dass man bei großen WLANs (z.B. bei Konferenzen, Messen, etc) darauf achten muss, dass nicht zu viele Broadcasts im WLAN unterwegs sind, weil dass zum einen Airtime frisst und zum anderen die Akkus der Mobilgeräte leersaugen kann. Das ist auch nachvollziebar, und ich habe manchmal auch das Gefühl dass mein Handy mehr Strom verbraucht wenn es im Freifunk hängt.

Hat das schonmal jemand selbst (halbwegs wissenschaftlich) getestet? Falls nicht, wie kann man das richtig machen? Ein paar Geräte (ohne sie zu benutzen) mal ein paar Stunden ins private WLAN hängen und dann ins Freifunk? Ich befürchte, durch Termine/Erinnerungen, Betriebssystemupdates, andere Dienste ist der Stromverbrauch für einen kurzen Test einfach nicht linear genug. Hat jemand gute Ideen wie man das vergleicht?

Ich habe schon mehrmals gehört dass man bei großen WLANs (z.B. bei Konferenzen, Messen, etc) darauf achten muss, dass nicht zu viele Broadcasts im WLAN unterwegs sind, weil dass zum einen Airtime frisst und zum anderen die Akkus der Mobilgeräte leersaugen kann.

Wie willst Du Broadcasttraffic ohne Segmentierung vermeiden?

Hab eben mal kurz Wireshark angeworfen und sehe da eher pestilenten “Layer3-IPv6-Broadcast” als Layer2-ARP-Fluten

Ich glaube nicht, dass unser Netz schon soweit ist, dass wir ein sehr großes Problem haben, aber ich würde es gerne quantifizieren. Und ja, wenn das Netz irgendwann mal eine Größe erreicht, dass die Nutzbarkeit stark eingeschränkt ist, dann muss man halt auf irgendeinem Layer segmentieren, sei es Layer 2 oder 3.

Auch wenn es für viele Freifunker so eine Art heilige Kuh ist, ich finde es eher ungünstig dass irgendwelche Consumergeräte die 100km auseinanderstehen beliebige Portscans und Angriffe aufeinander fahren können. Klar ist es cool, dass man in unserem ungefilterten Netz einige Sachen machen kann, die woanders nicht gehen, aber der praktische Nutzen scheint mir doch sehr begrenzt.

Spätestens wenn mal ein paar hundert Handys im Freifunk remote aufgemacht werden und die Presse schreibt, dass das nur ging weil im Freifunk eben nicht die in anderen großen Netzen üblichen Sicherheitsmaßnahmen gelten, werden Normaluser abgeschreckt. Aufklärungsgedanke bei Freifunk hin oder her…

Ich will da aber jetzt kein großes Fass aufmachen, dass ist ja an anderen Stellen schon diskutiert worden. Vielleicht wäre ja eine Antwort auf meine ursprüngliche Frage gewesen, dass bei modernen Betriebssystemen das so intelligent verarbeitet wird, dass es im Endeffekt kaum negative Auswirkungen hat.

Ich will da aber jetzt kein großes Fass aufmachen, dass ist ja an anderen Stellen schon diskutiert worden. Vielleicht wäre ja eine Antwort auf meine ursprüngliche Frage gewesen, dass bei modernen Betriebssystemen das so intelligent verarbeitet wird, dass es im Endeffekt kaum negative Auswirkungen hat.

Spricht aus meiner Sicht nichts dagegen ein grosses Fass aufzumachen, muss sich ja auch nicht jeder beteiligen.

Von heiligen Kuehen halte ich schonmal sowieso nichts und ich persoenlich wuerde gefuehlsmaessig aktivierbares IPv4-NAT auf den Knoten auch erstmal bevorzugen, die Broadcasts waeren weg und die Clients ohne vernuenftige Firewalls auch. Diskussionen bzgl. “NAT ist keine Firewall” koennen wir uns sparen, die sind schon lange durch, die NAT-Frage eigentlich auch.

Broadcasts wollen verarbeitet werden, ich vermute, dass deshalb die Fons halt nie richtig in den Energiesparmodus gehen bzw. dauernd rausgeweckt werden.

Ich kann den hohen Verbauch nicht bestätigen. Ich war gestern lange im Büro und mein Smartphone hängt da den ganzen Tag im FF-WLAN. Ich hab nicht viel damit gemacht gestern, aber doch regelmäßig nach Nachrichten geschaut. Der Akku war gestern Abend noch ziemlich frisch und ein höherer Verbrauch ist mir - wie die Tage davor - nicht aufgefallen.

Ich sehe aber auch eine Dikrepanz zwischen der Idee von Freifunk und der Praxis:
-> der normale User braucht keine IPv6 Adresse, die von Überall erreichbar ist und will keine Dienste anbieten oder nutzen, die im Freifunknetz liegen.
-> Der normale User freut sich über Hotspots
-> Manche normale User sehen in Freifunk-Knoten einfach bessere WLAN-Repeater

Die Idee von Freifunk, ein freies Netz zu bauen und jedermann die Möglichkeit zu geben da mitzumachen ist toll und gleichzeitig wird sie nur von wenigen in ihrer Gänze verstanden. Für 99,9% der Internetuser ist das Internet eine reine Client(zuhause)/Server(Anbieter im Netz)-Geschichte und so benutzen die auch Freifunk!

Wenn @leah zum Test ipv6 deaktiviert, dann merkt das fast niemand. Ohne ipv6 geht es ja fast alles auch über ipv4.
Die Vorteile eines freien und offenen Netzes erkenne ich und ich fange auch an zu überlegen welche Möglichkeiten ich jetzt bekomme, die bisher Utopie waren… den meisten Leuten ist das völlig egal!

3 „Gefällt mir“

So, ich hab jetzt keine Zeit hier ausführlich zu Antworten aber nein Client Isolation und auch NAT macht den Sinn von Freifunk kaputt. Dann haben wir wieder nur ein Hotspot Netz. Allen Freifunk Techies ist das Problem bewusst. Nicht ohne Grund arbeiten Wireless Communites seit Jahren an neuen Layer 3 Mesh Protokollen um dieses Brodcast und Multicast Problem zu lösen. Auch in Gluon wird daran geplant und gearbeitet. Aber hey, das ist Pionierarbeit, da gibt es noch nichts existierendes. Um zumindest ein paar Probleme zu lösen, soll es ab der nächsten Gluon Version wieder IGMP Snooping gebe das reduziert dann den IPv6 Multicast Traffic dramatisch.

Hach ja, das sind die Momente in denen ich mich dann auch mal wieder freue. Würde dir dafür eigentlich noch gerne nen zweiten Like für den Beitrag geben :P

2 „Gefällt mir“