Flüchtlingsunterkunft Oftersheim, Mannheimer Straße


#1

Hallo,

ich bin neu hier. Wir möchten unsere Flüchtlingsunterkunft mit einem WLAN von Freifunk ausrüsten.
Die Themen Anbindung, Genehmigungen, Kosten und laufenden Kosten sind nicht Teil meiner Anfrage,
da entweder geklärt oder in Aussicht gestellt.
Mir geht es nur um die Technik, die ich einsetzen soll.
Das Gebäude hat 2 Ebenen, Altbau und hat eine große Grundfläche.
Ich würde gerne in das EG in den allgemeinen Aufenthaltsraum einen Access-Point setzen und
einen zweiten in das 1 OG in den dortigen Aufenthaltsraum.
Die Strecke zwischen den beiden kann ich mit einem Kupferkabel (ca. 40 Meter) verbinden.
Der Übergabepunkt vom ISP ist noch nicht klar. Allerdings wird hier auch ein Kuperkabel zu einem oder beiden Access-Points möglich sein.

Ich hätte jetzt an den ISP-Router/Modem mit einem Switch zwei WLAN-Router/Accesspoints mit der jeweiligen Freifunk-Config gehängt.

  1. Ist das eine gute Idee?
  2. Wie stell ich am besten sicher, das beide WLANs sich nicht in die Quere kommen?
  3. Was muss ich sonst beachten?

Patrick


#2

Hört sich grundsätzlich schon mal gut an. Man kann die Freifunk APs auch „in Reihe“ hintereinander hängen, wenn das die Kabelführung vereinfacht.

Die beiden WLANs kommen sich vermutlich eher nicht in die Quere, ansonsten kann man auch einfach zwei wenig genutzte Kanäle mit ausreichend Abstand manuell einstellen.

An welche Hardware hast du denn gedacht?

Und wie viele Leute sollen versorgt werden? Wie schnell ist der Internetanschluss an sich?


#3

ca. 50 Personen - Aufgrund der Lage könnten auch die Straße und das Straßencafe gegenüber profitieren :-)
Die Schnelligkeit des Anschlusses ist entweder 120Mbit (über Unitymedia). Ansonsten über DSL- Telekom.

Über die Hardware habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich würde die nehmen, womit FF die besten
Erfahrungen gemacht hat.


#4

Ich würde mal sagen, bei der Anzahl von Nutzern solltest du auf jeden Fall die etwas größeren Modelle nehmen, wie TP-Link 1043N. Aber da haben andere hier sicherlich mehr Erfahrung und können einen besseren Rat geben.


#5

Danke für die Antworten. Ich bin also auf dem richtigen Weg :-)


#6

Du solltest, um die Leistungsfähigkeit der Internetanbindung voll nutzen zu können, einen VPN-Offloader verwenden. Der kann dann auch bis zu 80Mbit bringen.

Magst Du noch schreiben, wo diese Unterkunft ist? Raumpläne wären super!


#7

Oftersheim, Stadtmitte - Altbau
Pläne werden schwierig

Zum VPN-Offloader:
Verstehe ich das richtig?
Der VPN-Offloader hat die Konfiguration für den Tunnel zu Freifunk und hängt am ISP-Modem/Router?
Über das interne Interface sind die (in meinem Fall) zwei WLAN-Router angebunden.
Die brauchen dann keine FF-Config.


#8

richtig.
Der Offloader hat eine externe USB-Netzwerkkarte, die am Internetanschluss (z.B. Kabelrouter, FritzBox etc.) angeschlossen ist.

Die interne Netzwerkkarte des Offloaders macht entweder:

  1. Mesh-on-lan
    oder
  2. reguläres IP-basiertes Netz, an dem normale Clients angeschlossen werden können.

Der Offloader hat selbst kein WLAN!

bei Variante 1 konfigurierst Du Deine Freifunkknoten (z.B. TP-Link 841) auf mesh-on-wan und schließt deren WAN-Port an einen Switch an. Der Switch wird dann an die interne Netzwerkkarte des Offloader angeschlossen.

bei Variante 2 kannst Du auch einen Switch an den Offloader anschließen. An diesen Switch kannst Du nun nahezu beliebige WLAN-Access Points hängen. Also auch die, die keine Freifunk Firmware drauf haben.


#9

Schau mal bitte hier: Flüchtlingsunterkunft - Oftersheim


#10

Hi, ja - kenne ich. Wir haben 2 Flüchtlingsunterkünfte. Die haben von den technischen und örtlichen Gegebenheiten leider wenig Überscheidungspunkte.


#11

Dann benennen diesen Thread mal um (am besten mit Straßenname ;) )


#12

Ich würde gerne die Accesspoints/WLAN-Router mit PoE anbinden.
Die Länge der Kabel sind ca. 40 Meter.
Gibt es hier Produkte, die man in Kombination mit dem W-LAN-Router empfehlen
kann?


#13

Du könntest wenn es PoE sein soll die UBNT UAPs benutzen. Die können passives PoE (injektor ist dabei). Einen Controller dafür habe wir bei uns im Netz. Sprich du kannst den Offloader einfach auf Client Netz am LAN lassen. Dann die UAPs anschließen und uns bescheid sagen, das wir sie in unseren Controller aufnehmen.


#14

Hi,

da ich mich für die Versorgung der Geflüchtetenunterkunft im Gewerbepark einsetze wollte ich nur mal kurz hallo sagen. Die endgültige Versorgung am dortigen Standort (siehe von Ben verlinkten Thread) geht übrigens am Montag/Dienstag Live.
Da ich ebenfalls über die Unterkunft in der Ortsmitte informiert wurde habe ich bereits einen Offloader auf Reserve gekauft. Allerdings gibt es noch kein GO das ich mich darum kümmern soll. Mein Vorhaben war es ebenfalls mit einem Offloader und einem WLAN-Mesh aus TP-Link Accesspoints die dortige Versorgung sicherzustellen.

Gruß André


#15

Bei uns im Kreis (nicht Rhein-Neckar) sind Verkabelungen im Gebäude nur unter strengen Auflagen möglich wenn verschiedene Brandschutzabschnitte “verbunden” werden was bei größeren Gebäuden eigtl. immer der Fall ist. Kannst du beim zuständigen Brandschutztechniker (meist Feuerwehrler) erfragen, ob dein Gebäude unterteilt ist. Falls dem so ist: Bis 10mm ist ein Durchbruch für ein einzelnes Kabel wohl OK, aber rechtlich auch nur sauber wenn das eine Fachfirma durchführt und/oder abnimmt. Die Städte nehmen das auch sehr ernst, bei uns wurden z.B. allein nur für den Brandschutz nicht unerhebliche 6-stellige Summen in einzelne Gebäude (!) investiert um Elektroverkabelung etc. sauber zu trennen. Vieles ist möglich aber das kostet eine Unmenge Geld (Einhausung in F30-F90 Platten…=> €^10). Klar, was der Zuständige nicht weiß macht ihn nicht heiß und Mesa-On-Lan ist um weiten besser aber hier lief es deshalb auf 1 Node mit Kabel und ansonsten nur Mesh hinaus.

Was Unitymedia angeht: wenn Kabel grundsätzlich im Gebäude verfügbar ist: Unity schaltet kostenlos ihr Businessprodukt 1 oder 2play 150/10 im Rahmen der Aktion “Jeder Anschluss zählt” zumindest für 1 Jahr (danach wird neu entschieden, aber keine Verbindlichkeiten/Vertragslaufzeiten). Die installieren dann zwar ihr eigenes Hotspot-Gedöns, aber ich vermute wenn da mehr Traffic über den Lan-Port der Fritzbox drüber raus geht merkt das kein Schwein. Nur so als Gedanke. Aber vlt. bekommt ihr auch ganz offiziell eine Erlaubnis von der Frau die da für Corporate Responsibility zuständig ist - die hatte mir seinerzeits relativ zügig geantwortet und schien im Rahmen ihrer Möglichkeiten recht offen zu sein Dinge möglich zu machen. Das PDF zur Überprüfung musste ich mir aber ergoogeln, da der Link 404 war.

Cheers,
Arwed


#16

Wir haben da die Kontakte zur UnityMedia. Einfach @Cheatha oder mir bescheid geben, wenn es dort Kabel gibt.


#17

@Pat
Hallo,
mir ist von einer Anwohnerin des Siegwald-Kehder-Hauses neben der Flüchtlingsunterkunft (ich hoffe ich bin im richtigen Thread) zugetragen worden, dass sich einige Bewohner des Hauses beschweren, dass (angeblich) das Freifunk (von ihr genannt Internet) von der Gemeinde bezahlt werden würde.
Falls dem nicht so war, wäre glaube ich eine kleine “Informationskampagne” sinnvoll.

Gruß
Torsten


#18

Hi,

sorry für die späte Rückmeldung. Ich bin leider viel beschäftigt. Der Internetanschluss wird nicht von der Stadt bezahlt. Wie auch oben zu lesen wird an dem Standort ein Unity-Media Anschluss genutzt der unentgeltlich für entsprechende Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Zudem wurden sämtliche Installationsarbeiten sowie Hardware von unserer Seite aus kostenlos zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus sollte man erwähnen das das Freifunk-Netz dort für jeden zugänglich ist, also auch Anwohnern oder Besuchern der angrenzenden Eisdiele. Für eine Infokampagne habe ich leider keine Zeit.

Gruß André