Bericht über Freifunk in Hirschberg


#1

Ich war gerade auf der Suche nach Neuigkeiten zu Freifunk in Heppenheim, und habe dabei zufällig diesen Artikel über Freifunk in Hirschberg gefunden:


#2

Schön, dass darüber berichtet wurde, aber ich finde es ist irgendwie sehr unklar geblieben, was Freifunk ist und wie es funktioniert. Das scheint mir oft bei der Berichterstattung unklar zu bleiben. Zum Beispiel wird dort von einem “lokalen” Netz gesprochen, klar das entsteht durch das Meshnetzwerk. Aber für die meisten Menschen ist das einfach nicht relevant. Sie brauchen nur zu wissen, dass sie durch Freifunk an vielen Orten freies Internet bekommen und wie einfach es ist mitzumachen/mitzuhelfen um den Menschen in ihrer näheren Umgebung freies, kostenloses WLAN / Internet anbieten zu können ohne selbst ein Haftungsrisiko zu tragen (nur Kauf eines Routers [Kosten etwa ab 25€], installieren der Freifunk “Software” und dann anstecken an den eigenen Internetzugang notwendig).


#3

Ähm widerspricht sich das nicht etwas? Dazu kommt, es ist eben wichtig wie es funktioniert. Es geht bei Freifunk nicht darum ein Hotspot Netz zu bauen. Aber das hab ich schon x-mal geschrieben…


#4

Entweder ist die FDP in Hirschberg noch unter Bundesdurchschnitt, nämlich bei 0%, oder keinen dieser Lokalpolitiker interessiert Freifunk wirklich. Denn anders kann ich es mir nicht erklären, dass seit November nicht einer der Teilnehmer an der Veranstaltung Privatinitiative gezeigt und bei sich einen Router aufgestellt hat.
Statt dessen wird ein “großes” Projekt ins Leben gerufen, man steht in der Zeitung und kann sich wieder mal gegenseitig auf die Schultern klopfen.

Was sagt meine Kristallkugel zum Ende vom Lied?
Da niemand von den Initiatoren Freifunk selber nutzt wird auch niemand von ihnen mitbekommen wenn es technische Probleme gibt und die Router ausfallen. Im schlimmsten Fall funken die AP dann fröhlich die Freifunk-SSID, aber es gibt kein freies Internet für die Nutzer. Im öffentlichen Ansehen ist darin dann nicht die FDP oder die Gemeinde schuld, sondern “die Freifunker”.

Aber ich lass mich gern eines Besseren belehren.


#5

Huch! ein BILD von mir ;)
Natürlich habe ich Freifunk vollständig erklärt. Dass Freifunk eben nicht nur freies WLAN ist, sondern auch einen Bildungsauftrag im Sinn hat und Netzwerke - unabhängig von Providern - errichtet, in denen vieles möglich ist was die Provider heute verhindern oder erschweren.

Auch zu der Technik habe ich natürlich ausführlich erklärt, was man als Laie dazu wissen muss.
Die ursprüngliche Idee der Leute da war, dass wenn jeder der 20-30 FDPler sich einen Knoten aufstellt, dass dann ganz Hirschberg schnelles, freies WLAN hat.

Das war aus deren Sicht natürlich entteuschend, als ich denen die tatsächlichen Reichweiten und Möglichkeiten erklärt habe.

Jetzt soll (das war am Ende dort mein Stand) aber an einigen interessanten Stellen WLAN aufgebaut werden. Ich habe denen klar gemacht, dass ein 1043 oder was kleineres in der Nachbarschaft durchaus schon nützlich ist, aber an einem Ort wie dem OEG-Bahnhof nicht ausreicht und nicht zuverlässig genug ist. Speziell wenn man damit einen positiven Eindruck hinterlassen will ;) Mir schon klar, dass das eben Wahlkampf ist.

Ich finde den Bericht gar nicht soooo schlecht. Und offensichtlich habe ich es auch so erklärt, dass die wichtigstens Punkte bezüglich einer machbaren Umsetzung auch angekommen sind.

Aber das BILD ist Kacke :D


#6

Heute Abend treffe ich mich in Hirschberg mit einem Mitarbeiter der Gemeinde. Der hat auch die Einrichtung in der Unterkunft geklärt und betreibt einen Knoten in einem kleinen Cafe dort.

Dann besprechen wir, wie wir da weiter vorgehen.