Speyer 1: Kurpfalzkaserne

Gestern gab es eine Ortsbegehung mit einem Vertreter von „Arbeitskreis Asyl Speyer e.v.“, einem Vertreter und einer Vertreterin der Stadt Speyer Bereich DV und einem Vertreter DRK.

@marcus war leider krank.

Vorab: Ich bin nicht als Vertreter von Freifunk Rhein Neckar aufgetreten noch habe ich irgendwelche Aussagen oder Zusagen im Namen oder im Auftrage getätigt.

Es ging somit auch nie um 3 fach Suggestiv Thesen und Fragen!

Manche Dinge brauchen ein wenig Zeit und Arbeit beim überzeugen und ich lasse mich ungern als „Schwätzer“ darstellen, wenn es dann anders kommt als gedacht.

Daher ging Zeit ins Land

Lage:

Die Kaserne ist momentan in 3 Bereiche unterteilt.

  1. Stadt
  2. Bund
  3. Bundeswehr (BW)
    Die Unterteilung erfolgt durch Zäune.
    Eigentümer ist der Bund - an BW Fläche vermietet.

Auslastung zur Zeit
zu 1: bis zu 300 Personen
zu 2: bis zu 600 Personen

Mögliche (angedachte) Auslastung total:
größer 1000 Personen

Ich benenne die Zahlen nicht im Detai,l um möglichen politischen Gruppierungen keinen Ansatz zu geben.

Kontaktpersonen:
Kontaktdaten in Form von Tele/ Email sind vorhanden.
Gebe ich gerne „nicht öffentlich“ weiter.

Betreiber der Unterkunft:
s.o.

Genehmigung:
Freifunk Lösung gewünscht für Speyer 1(Kaserne) als auch Speyer 2 (z.Zt Hotsplot)

Internet-Uplink:
Sichtverbindung zu einer städtischen Schule in etwa 900 m gegeben (Breitband verfügbar)

Kosten für Anschluss würde/könnte von Verein Asyl getragen werden

Versorgung aktuell:
2 x SAT-DSL 16Mbit
1 x Telekom HOT Spot mit etwa 2,8 Mbits down
3 x LTE für Büros Stadt/DRK

Verbindungen unter den Häusern:

Haus 1 (Richtfunk Eingang) und Haus 2 sind per Glasfaser verbunden.
Die Telefonleitungen (BW intern)sind keine gedrillten Leitungen
Es besteht eine Glasfaserverbindung zu allen Gebäuden die nicht genutzt werden darf(Stern/Ring Verbindung vorhanden)
Daher ist ein Haus gesperrt (Kein Zugang)

Ende TEIL 1 da ich sonst die Übersicht verliere

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Teil 2 (nach bestem Wissen und Gewissen gemäß meines Sachverstandes)

Theoretischer/ praktischer Aufbau (danke @Christoph für dein Input)

Was ist machbar?
Was ist gewünscht?
Was ist “zahlbar”?

Eine Lösung jeder hat in seinem Raum oder auf seinem Gang 1A Wlan überzieht jedes Budget.
Pro Haus mit je 2 Fluren ohne Gemeinschaftsräume (GR) käme man auf etwa 500 € also nur für die interne Versorgung!
Dieses dann bis zu mal 13.

Von technischen Auflagen (Brandschutz) rede ich erst garnicht.

Wunsch ist das die GR 1+2 mit Wlan genutzt werden können.
Der GR 3 (jetzt Mensa und noch BW) ist angedacht.

Möglicher Ansatz unter Kosten/Nutzen Relation

Richtfunkstrecken
4 x Ubiquiti M5 ac
Schule > Gebäude 1
Gebäude 1 > Garage DRK

Der Dachboden in Gebäude 1 ist abschliessbar.
Somit Option für “Relais 1” (19" Rack/Vlan Switch etc)
Es gibt einen Kabelweg bis in den Keller Gebäude 1 - verbunden mit Gebäude 2.

Verteilung vor Ort:
Vorschlag hier : Flächenausleuchtung
Hardware - da sind die Spezialisten gefragt.
Von Haus 1 : viel freie Sicht - auch zur DRK Garage (mit 400V Anschluss)
DRK Garage - zentraler Knotenpunkt (Flachdach)
Relais 2

Versorgung GR
In beiden Häusern sind Kabelkanäle AP durchgehend.
Bei Verwendung Leitung ab CAT 6, ist ein gemischter Verbund "erlaubt"
CAT 7 Leitung gibts Rollenweise bei der Stadt.
Im GR dann Dual Router?

So ich verliere langsam den Faden / die Übersicht über das was relevant ist und was nicht.

Bitte einfach Nachfragen.

Eine persönliche Anmerkung zum Schluss oder auch ein Vorschlag:

Wäre das nicht ein schönes Gemeinschaftsprojekt mit FF Süd West?

Was ich vergass, es war wohl zuviel Text.

Das Interesse des Vereins Asyl Speyer richtet sich konkret an FFRN, da ich schon zu beginn des Kontaktes, auf die Vita/Erfahrungen des Vereins hingewiesen habe.

http://s.ffrn.de/dashboard/db/gefluechtetenunterkuenfte

war wohl mit entscheidend für das weitere Interesse, also auf die große Anzahl an erfolgreich abgeschlossenen Projekten.

Ich hoffe nun, dass nicht der Eindruck entstanden ist “Macht mal”.
Mein Ansinnen war die von @Cheatha erstellte Anleitung abzuarbeiten um eine vorbereitende Arbeit im Rahmen meiner fachlichen Möglichkeiten abzuliefern.

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Hallo Dirk,

Vielen Dank für deine sehr ausführlichen Informationen.
Ich kann mich dessen gerne annehmen, wohne nur einmal über den Rhein und habe zusätzlich auch ich bekannte in der Kaserne (StUffz Papenhagen).
Lass uns den Rest gerne mal bei einer Mate o.ä. besprechen, damit ich mir einen Plan machen kann wie es in Speyer weiter geht.

Schöne Grüße
Hermann

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Hallo Hermann

das klingt und ist ja super ideal.
Nur über die Brücke ist gut :-)
Protokoll der Begehung hast Du ja schon, wenn Du weiteres brauchts - meine Email hast Du ja.

Gruß
Dirk

MoinMoin,

das hier ist nun mein erster Beitrag hier im Forum ;) Ich habe zwar schon mehrfach das ein oder andere Thema hier vorfolgt, jedoch nur passiv ohne mich zu Wort zu melden!

Bei diesem Thema dachte ich mir jedoch, hier würde es sich lohnen, sich mal zu melden.

Ich bin zwar grundsätzlich neu in der ganzen FreiFunk Materie, jedoch technisch sehr interessiert. Gerade deswegen begeistert mich das Konzept hinter FreiFunk auch!

Ich komme selbst aus Speyer ( habe da auch einen Knoten ) und würde für dieses Projekt gerne meine Hilfe anbieten.

Wie das genau aussehen kann weiß ich selbst noch nicht, Lust habe ich jedoch!

Wenn was sein sollte, meldet euch!

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Ich habe mir die Skizzen angesehen und kurz ein Telefonat mit dem Verantwortlichen des Vereins Asyl Speyer geführt.

Hier eine grobe Hardware Planung:

Schule

  • 1x Ubiquity NanoBeam AC (NBE-5AC-19)
  • 1x 15m CAT7 Kabel
  • Meterware CAT7 Verlegekabel (von der Stadt) in den Keller - wenn nicht schon verlegt wurde
  • diverses (Netzwerkdosen, -stecker etc.)

Gebäude 1 (GR1)

  • 1x Ubiquiti UniFi AP - in GR1
  • 1x 10m CAT7 Kabel
  • 1x 5-Port GBit Switch - oder vorhandenen Switch mitbenutzen auf eigenem VLAN
  • Meterware CAT7 Verlegekabel (von der Stadt) in den Keller und im Kabelkanal - wenn nicht schon verlegt wurde
  • diverses (Netzwerkdosen, -stecker etc.)

Gebäude 2 (GR2)

  • 1x Ubiquity NanoBeam AC (NBE-5AC-19)
  • 2x Ubiquiti UniFi AP - in GR2
  • 2x 15m CAT7 Kabel
  • 2x 10m CAT7 Kabel
  • 1x 5-Port GBit Switch - oder vorhandenen Switch mitbenutzen auf eigenem VLAN
  • Meterware CAT7 Verlegekabel (von der Stadt) in den Keller und im Kabelkanal - wenn nicht schon verlegt wurde
  • diverses (Netzwerkdosen, -stecker etc.)

Optional: Gebäude 3 + DRK Garage

  • 4x Ubiquity NanoBeam AC (NBE-5AC-19) - jeweils DRK Garage, Dach Gebäude 2 und Dach Gebäude 3
  • 2x Ubiquiti UniFi AP - in GR3
  • 2x 15m CAT7 Kabel
  • 2x 10m CAT7 Kabel
  • 1x 5-Port GBit Switch - oder vorhandenen Switch mitbenutzen auf eigenem VLAN
  • Meterware CAT7 Verlegekabel (von der Stadt) in den Keller - wenn nicht schon verlegt wurde
  • diverses (Netzwerkdosen, -stecker etc.)

Das ergibt folgende (grobe) Kostenplanung:

Edit: Hier muss noch nachgebessert werden, mache ich heute Abend.

Könnt ihr (@DSHP, @marcus, @leah) nochmal drüber schauen ob das soweit passt?

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@NurticVibe das sieht gut aus.

Wenn ich die Stadt richtig verstehe/verstanden habe “steuern” die CAT 7 bei.
Es freut mich das Du es weiter vorwärts treibst
Danke

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So jetzt komme ich dazu das mal angepasst hochzuladen. Ich habe mich nochmal mit einigen Leuten unterhalten und musste die Einschätzung erhöhen.

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Warum nimmst Du nicht die TL-SG105E aus der Easy Smart Switch Reihe?. Die sind, je nach Quelle 4-6 EUR teurer aber können etwas mehr. Unter anderem kann man mit denen MTU-basiertes VLAN machen (MTU ist TP-Links Begriff Multi-Tenant-Unit). Damit kann man einstellen, dass ein Port mit allen anderen reden kann, alle anderen aber nur mit dem einen. Hat bei mehreren Richtfunkstrecken den Vorteil, dass die Batman-Verbindungen auch den Physikalischen entsprechen.

Markus hatte das in Einhausen im Turmrelais eingebaut, obwohl man da die Vorteile mangels Verbindungen nicht sieht und im forum.freifunk.de dargestellt. Ich habe das mal nachgebaut und finde das für die Anwendung mit mehreren Richtfunkstrecken, die man wegen 5Ghz als Bridge betreiben möchte hochgradig sinnvoll.

Hier mal eine Konfiguration, die ich damit gebaut habe. Alle Router hingen nur an zwei Switches, aber durch die gegenseitige Isolation, hat es dann schön kanalisierte Batmanverbindungen gegeben. Die Router im Dreieck haben gefunkt, die anderen hatten nur Mesh on LAN an, damit diese Verbindungen sichtbar werden. Man kann dadurch sicher stellen, dass nur ein Link über die Bridge geht.

Hier ist noch der Link zu Markus’ Post im anderen Forum.
Freifunk Relais: Einhausen

Muss man nicht, fand ich aber coole Funktionalität für wenig mehr Geld. Vielleicht kannst Du damit etwas anfangen.

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Nich notwendig in aktuellem Setup, da dort eh nur die Richtfunkhardware dran hängt.

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Wenn da nie mehr etwas dazu kommt macht das Sinn.

Kurz zur Erklärung. In dem Setup das wir geplant haben, wird nur Client Netz über sämtliche Links verteilt. Daher besteht das “Problem” mit den vielen logischen batman-adv Links nicht.

Zum Thema MTU-VLAN, das ist eine lustige proprietäre Bezeichnung von TP-Link die eigentlich niemand kennt. Daher empfehle ich hier die normale Bezeichnung zu wählen, unter der das auch quasi jeder andere halbwegs inteligente Switch kann. Das nennt sich dann Port Isolation. Damit kann man einfach einstellen, welcher Port mit welchem anderen Port sprechen darf.

Sinnvoll ist diese Variante/Topologie durchaus, allerdings auch nicht in jedem Setup. Das kommt immer drauf an, denn z.B. Roaming oder andere Intelligente batmand-adv funktionen verlieren so, zumindest teilweise, ihre Funktion. Wenn Bedarf besteht, können wir diese Architektur ja mal in einem anderen, diesem Thema gewidmeten, Thread besprechen.

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