»Freifunk Bergstraße«?

Scheinbar hat sich die Community »Freifunk Rhein-Neckar« heute aufgesplittet, es gibt nun »Freifunk Bergstraße«.

Die Beweggründe für diesen Schritt kann sicher @marcus erläutern, @leah und mir war zumindest von diesen Plänen nichts bekannt…

1 Like

Hmm, seltsamer Schritt ohne vorherige Ankündigung bzw. Absprache. FFRN hat schon ein sehr großes Einzugsgebiet mit dichter Besiedelung, d.h. beim aktuellen Wachstum haben wir vielleicht in absehbarer Zukunft ein zu großes Netz, aber ob nun die Abspaltung einer Gegend auf eine Faust da die beste Lösung ist?

Bin mal gespannt, was dazu demnächst rauskommt.

3 Like

Ich finde es in erster Linie uncool, wenn man nicht vorher drüber redet.
Es kann natürlich jeder seine eigene Community machen, ohne zu fragen. Gibt da ja keine Vorschriften.
Guter Stil ist es irgendwie aber nicht.

4 Like

Hab nichts damit zu tun, seh das aber entspannt.
Ist es denn nicht genau das ein Teil davon, welcher Freifunk auch ausmacht? Monokulturen fallen beim ersten Sturm geschlossen um, mal sehen, was sich da entwickelt - das hat sich ja schon eine Weile hier und im “grossen Forum” angekuendigt, ist also so ueberraschend nicht.

Ein Split an sich ist ja nichts böses. Die Metropolregion ist groß und es ist im Sinne von Freifunk große Communities zu splitten, wenn technische oder soziale Grenzen erreicht sind. Das ist uns von Anfang an bewusst gewesen und wir stehen dem auch offen gegenüber.

Aktuell seh ich die Gefahr, dass wir »Bergstraße« vorschnell absplitten, in der trügerischen Hoffnung, dass das die technischen Probleme in Heppenheim löst. Das wird leider nicht der Fall sein, wie diese ausführliche Analyse zeigt. Deshalb kann ich aus technischer Sicht hier aktuell einen Split nicht empfehlen. Die Beweggründe würden mich trotzdem interessieren, immerhin muss man ja schauen, wie man den Split konkret durchführt. Das fängt beim Socializing der Community an und geht bis hin zum Umflashen der einzelnen Router runter. Immerhin braucht man für einen neue Community auch Leute, die sich dort engagieren… Richtig tricky wird es dann beim Thema Freifunk Hilft und der gespendeten und installierten Geräte, die ja dann auch in den Besitz der neuen Community übergheen müssten…

4 Like

Blicke die Zusammenhaenge noch nicht ganz, es spricht ja aber nichts dagegen, dass an der Bergstrasse Knoten auch in Rhein-Neckar bleiben, so ganze geografisch laesst sich das ja sowieso nicht abwickeln. Der Knotenaufsteller hat also die Wahl, so ist es ja aber bisher eigentlich auch schon.

Ich fürchte, da menschelt es einfach. Eine lokal unbefriedigende Situation und unterschiedliche Auffassung der Ursachen.
Ob das am Ende dadurch besser wird, bezweifle ich. Aber ich kann so Reaktionen zumindestens nachvollziehen. Das passiert ja nicht nur bei FF …

Naja, mich würde auch sehr interessieren was der Beweggrund dafür ist. Mir sind aktuell nur ein oder zwei Personen bekannt die vermutlich aus persönlichen Gründen das so machen wollen. Es sind aber halt nicht nur die ein oder zwei Personen dort aktiv, weil “Bergestraße” wäre dann z.B. auch Bensheim und ich glaube dort hat niemand gefragt. Daher finde ich es irgendwie nicht gut, wenn diese zwei Personen jetzt ohne Rücksprache entscheiden wollen, dass es dort eine neue Community gibt. Das führt nur zu Problemen und Unstimmigkeiten für alle. Denn zwei Communities im gleichen Gebiet mit einem Parallelbetrieb ist da Quatsch und schadet allen.

Ich sehe das in Kurz gefasst so: Neue Community im aktiven Gebiet einer bereits seit langem dort aktiven Community zu Gründen geht nur, wenn man das:

a) untereinander erstmal abspricht
b) es einen Grund dafür gibt (sei er technisch oder sozial, z.B. “wir haben hier so viele Leute, da können wir das auch lokal stemmen”)
c) sich genügend Leute in der Gegend finden die da Lust haben etwas eigenes aufzubauen.
Und selbst dann spricht ja nichts dagegen, dass nicht unter dem Dach von FFRN sozusagen als Meta Community zu machen. Das beste Beispiel dafür ist Freifunk Rheinland. Es geht nur darum, das sowas bitte nicht aus persönlichen Empfindsamkeiten einzelner entsteht und nicht ohne Absprache.

Das wäre eh der größte Spaß, weil wir dürfen das nicht einfach weiter geben. Verkaufen geht auch nicht, also gibt es keine triviale Möglichkeit das zu lösen.

Ich hoffe aber, dass sich das ganze Thema noch durch @marcus aufklären wird.

2 Like

Ich sehe das in Kurz gefasst so: Neue Community im aktiven Gebiet einer bereits seit langem dort aktiven Community zu Gründen geht nur, wenn man das:
a) …

Steht das denn irgendwo geschrieben was “geht” und was nicht?

Server mieten, Supernode einrichten, Gluon anpassen und verteilen, fertig ist “Freifunk Bergstrasse”.
Welche Moeglichkeiten gibt’s denn dagegen etwas zu tun?

Ich zweifel nicht an der Sinnhaftigkeit Deines “geht nur”, aber rein rechtlich scheint mir das nicht so ganz klar, wenn ueberhaupt.

Sind ja alles Spekulationen, aber ich glaube Marcus und sein Mitstreiter wollen da halt eben mal an den urspruenglichen Freifunkzielen vorbei die Hotspotfunktionalitaet fuer Fluechtlingsheime “optimieren”, das klingt ja auch alles ganz einfach. Den ganzen Meshkram minimieren, fastd entsorgen, L2TP als Tunnel und dann geht das ab und keiner meckert mehr, dass man im Zimmer youtube-Filme nicht in HD sehen kann - zumindest in der Theorie.

4 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Wie können Arbeiten sinnvoll verteil werden?

Nein, das steht selbstverständlich nirgends geschrieben. Ich muss aber zugeben, das ich es für richtig halten würde so eine Aktion vorher mit allen beteiligten zu besprechen.

Mal ein Frage die hier auch nicht untergehen sollte. Die neue Community steckt ja mit dem Namen “Bergstraße” auch ein gewisses Gebiet ab, das z.B. vermutlich auch Bensheim und weitere Städte betrifft. Was sagt eigentlich ihr, die aus diesen Städten kommen dazu?

@leah: Mach Dir keinen Kopf, die zwei werden ein paar Kneipen und Geschaefte verfunken und fertig. Zwei Leute machen noch keine Community, lass einfach laufen.

@Gmon Wäre schön wenn das ginge, für existierende Freifunker ist das mit Sicherheit auch kein Problem. Aber stell dir mal vor wie das für jemanden ist, der neu zu Freifunk kommt. Was soll die Person dann machen? Ich glaube mit ignorieren würde es noch jede Menge Probleme geben.

1 Like

Freifunk ist frei, da liegt ja bewusst ausser dem PPA kein vertragliches Korsett aussenrum. Sie werden sich an das PPA halten muessen und dann war’s das auch fuer “uns”.
Die Knotenbetreiber koennen sich’s raussuchen.
Ich sehe auch keine Probleme wenn es Ueberschneidungen im Bereich gibt, die FFRN-Vereinshardware bleibt halt auch bei FFRN, das ist ja aber sowieso klare Sache.

1 Like

Hab deine alten Beitrag mal wiederhergestellt.

Naja, inzwischen gibt es nicht mehr nur das PPA es gibt das Memorandum of Understanding.

Ja, leider führt das für alle aber nur zu großen Nachteilen. Knoten meshen nicht mehr miteinander, Gespräche mit Städten und Gemeinden sind quasi unmöglich, ein Austausch zwischen den lokalen Freifunkern wird erschwert, da es verschiedene Netze und damit auch Aufbauten gibt. Es wird verwirrend für Interessenten wer nun ihr Ansprechpartner ist etc. pp. Die Liste kann man lange ausbauen. Daher sehe ich das alles nicht so entspannt wie du. Wir sollten hier immer Versuchen eine für alle gute Lösung zu finden und nicht uns gegenseitig zu ignorieren. Daher hoffe ich noch immer auf klärende Gespräche.

1 Like

Irgendwo dazwischen … Man kann es nicht verhindern, aber wenn man gar nicht miteinander redet werden die Probleme unter Umständen auch zu groß. Ist halt schwer wenn eine Seite so überheblich und belehrend daherkommt… und der technische Hintergrund auch nicht lokal vorhanden ist.

Da ein extrem kleines Netz mit wenigen Knoten natürlich erst mal sehr fix ist … es kann durchaus “ansteckend” sein. Im Vergleich zu ‘unserm’ Netz welches grade mit technischen Problemen kämpft, ist es ja als “Hotspot-Netz” erst mal besser.

Und @leah … leider sind die wirklichen Vorteile von Freifunk für die meisten eben uninteressant. Die wollen nur kostenloses, möglichst schnelles WLAN … leider.

1 Like

Also ich als Knotenbetreiber in Bensheim hätte keine Probleme von Freifunk Rhein-Neckar zu Freifunk Bergstraße oder Freifunk Bensheim zu konvertieren. Das ist ja bei Freifunk schon oft passiert und nicht verwerflich.

Eine Art “freindliche Übernahme” fände ich jedoch absolut nicht OK. So nach dem Motto: Du wohnst in meinem Gebiet und ich habe eine kleinere Community aufgemacht, also musst Du Dich mir anschließen. Freifunk Heppenheim hätte ich fast noch durchgehen lassen, da scheinbar ein sehr großer Teil der Knoten von Marcus aufgestellt oder betreut wurden, aber Freifunk Bergstraße beinhaltet mindestens Lorsch und Bensheim, und da würde ich gerne ein Wörtchen mitreden.

Ich kann Marcus’ und MWPs Ziele bezüglich QoS nachvollziehen, auch ich finde es blöd wenn ich Leuten Freifunk empfehle und es funktioniert dann nicht. Aber die Art und Weise wie hier kommuniziert oder eben auch nicht kommuniziert wird, lässt für mich aktuell nur die Entscheidung zu, mit nicht Freifunk Bergstraße anzuschließen.

2 Like

Freifunk Bergstrasse wuerde ja geografisch betrachtet den gesamten oestlichen Teil, fast die Haelfte von FFRN, beanspruchen - zumindest wenn man die Bergstrasse von Darmstadt bis Wiesloch definiert.
Ich hab jetzt nicht die Knoten gezaehlt, aber da kommt gut was zusammen.

Ich geh trotzdem davon aus, dass es sich erstmal nur um die Versorgung von den bisherigen Knoten geht. Ihr solltet mal (falls noch nicht geschehen) Kontakt mit den beiden aufnehmen, dann brauchen wir hier nicht weiter zu spekulieren.

Als Info. Ich hab Marcus vor 2 Tagen freundlich gebeten uns aufzuklären. Leider noch ohne eine Rückmeldung.