Klartext: Beteiligung

Ich bin gerade ziemlich enttäuscht von euch. Und es geht nicht nur mir so. Liebe Community, ohne euch als aktive Community läuft es hier nicht!

@NurticVibe und ich kümmern uns um die Technik. Wir planen gerade ein komplett neues Backbone Netz, damit unser Netz weiter so gut funktioniert oder sogar noch besser wird. Gemeinsam mit @Cheatha kümmern wir uns auch um den Kontakt zu Städten, Institution und um die Geflüchtenhilfe und eigentlich alles was so anfällt. Dafür fahren wir auch viel durch die Gegend. Aber WIR Drei haben nicht für beliebig viel Zeit und offen gesagt auch nicht immer die Lust unsere gesamte Freizeit in Freifunk zu stecken.

Es ist eben nicht damit getan, wenn jeder nur einen Knoten bei sich aufstellt. Das funktioniert nur, wenn es einen ausreichend großen Teil gibt der sich aktiv in die Community einbringt. Da gibt es wirklich viele Möglichkeiten, aber die Liste ich jetzt nicht gleich wieder auf. Das hat bisher ja auch noch keine Wirkung gezeigt.

Außerdem merken wir, dass inzwischen immer weniger kommuniziert wird worum es bei Freifunk geht. Immer häufiger bekommen wir als Antwort auf unsere Info Mails für Knoten die länger offline sind: „Wir haben keine Interesse mehr an eurem Dienst“ oder „wir hatten ein Problem und es dann abgeschaltet“. Das sollte nicht passieren. Zum einen sind wir kein Dienstleister der irgendein Hotspot Netz baut und das auch noch kostenlos ist, zum anderen fehlt es offensichtlich an der lokalen sozialen Vernetzung zwischen den Menschen. Was wir auch daran merken das wir immer wieder in Städte fahren wo es aktive Freifunker gibt, sich dort aber entweder niemand interessiert oder niemand auf Nachfrage meldet. Das kann so nicht weiter gehen! Bringt euch aktiv ein! Davon haben alle etwas!

Zum Schluss noch ein Szenario:
Stellt euch vor @Cheatha, @NurticVibe und ich würden einfach von heute auf morgen beschließen, dass wir keine Lust mehr haben, etwas anderes machen wollen oder sonst ein Grund. Was würde passieren? Was würdet ihr tun?

Und zum Realitätsabgleich: Wenn es so weiter geht, kann es sein, dass genau das passiert. Wir werden euch und eurer Beteiligung nicht ewig hinterher rennen, sie nicht ewig versuchen auszugleichen. Die Absage für den Nachtwandel ist nur ein erster trauriger Schritt in diese Richtung.

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Hallo Leah,

ich schildere Dir/Euch einfach mal meinen Tagesablauf:

5:10 Uhr Klingelt der Wecker
7:00 Uhr Arbeitsbeginn
15:30 Uhr Arbeitsende
17:00 Uhr bis 18:00 Uhr zurück Zuhause, je nach Zuverlässigkeit des ÖPNV.
18:00 Uhr bis 20:30 Uhr Abendessen und zu Bett bringen der Kinder
20:30 Uhr bis 22:00 Uhr Zeit fuer Gespraeche mit meiner Frau und anfallendem Schriftkram
22:00 Uhr ab ins Bett, weil 5:10 Uhr …

Am Wochenende stehen Sachen an wie Einkäufe, Sauber machen, Klamotten der Kinder umsortieren und was sonst noch so nicht unter der Woche erledigt werden kann.

Kurzum: Es geht darum die Brötchen zu verdienen und die Brut groß zu ziehen. Für viel mehr Aktivitäten reicht die Zeit derzeit einfach nicht.

Du siehst diese Situation aus einer ganz anderen Perspektive und Lebenssituation.
Vielleicht öffnet Dir mein Post ein wenig die Augen indem man eben nicht einfach Zeit investieren kann obwohl man dem Projekt Freifunk sehr wohlwollend gegenübersteht.

Ich finde, daß das Freifunkprojekt mit 1000 Knoten sehr wohl ein Erfolg ist und es wert ist, es weiterzubetreiben und zu pflegen.
Weiterhin ist es doch unerheblich, ob es inaktive Knoten gibt oder nicht. Die Energie sollte, meiner Meinung nach, nicht darauf verwendet werden inaktive Knoten irgendwie zu bearbeiten, sondern neue Leute mit Freifunk in Kontakt zu bringen.

Laßt das Projekt natürlich wachsen und zwar ohne Steriode oder Wachstumshemmer.
Das bedeutet in einer Geschwindigkeit mit der Du in Deiner Lebenssituation zufrieden bist.
Wenn Du weniger machst haben andere eine Chance in das Projekt hereinzuwachsen.
Ein Anspruchsdenken an Qualitaet, Mitarbeit und Beteiligung führt zu Frustration und Einstellung des Gesamtprojektes.

Gruß Milhouse

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Hallo @Milhouse,
danke für deinen Post. Der Tagesablauf von @leah, @NurticVibe und mir sieht vielleicht ähnlich aus. Trotzdem quetschen wir irgendwie noch Freifunk dazwischen. Das ist die Ursache dieses Posts und unserer eindringlichen Bitte nach Hilfe.

An uns dreien hängen gerade essenzielle Aufgaben, die wir nicht verteilen können, wie Gateways, Vereinskram, »offizielle« Kontakte, Administration von Diensten wie Forum, Chat, und mehr. Plus Aufgaben, die wir verteilen könnten, aber es nicht schaffen. Insofern geht es nicht um Steroide oder Wachstumshemmer, sondern darum, ob diese Community kollabieren wird, bereits kollabiert ist oder wir irgendwie die Kurve bekommen. Der Nachtwandel wird ohne uns stattfinden: Schade, keine Werbung, keine neuen Freifunker, keine neuen potentiellen engagierten Freifunker, die uns Arbeit abnehmen. @Saadi hatte um Hilfe gebeten, und sie nicht bekommen. Sicher hätten sich ein paar Menschen gefunden, die in der Kleingartensiedlung angepackt hätten um dort Freifunk zu bekommen und auch Spaß an Freifunk generell gefunden hätten. Neue Helfer, super!

Für nächste Woche wurden wir zu einem neuen Termin zu einer großen Stadt eingeladen, zu dem @leah und ich hingehen werden. Ich bin gerade sehr unschlüssig, was wir ihnen erzählen sollen. Wir können ja schlecht dort anbieten die halbe Stadt zu versorgen, wenn wir nicht mal Helfer für kleinere Events finden.

Es gibt Dinge, die können wir nicht outsourcen können. Zudem gibt es Dinge, die wir outsourcen könnten, bei denen wir aber keine Hilfe bekommen. Beides lastet auf den Schultern von zu wenigen. Wenn ich meine Anspruchshaltung ändere und weniger mache, dann sag ich zB den Termin mit der Stadt nächste Woche ab. Ist blöd, wir bekommen weniger Freifunk, Freifunker und mediale Aufmerksamkeit. Aber: Es geht kurzfristig nichts »kaputt«.

Wenn @leah und @NurticVibe sagen, sie sind überarbeitet und nehmen sich Zeit für sich selbst, dann sieht die Sache fundamental anders aus. Gateway kaputt? Routingfehler? Firmware broken? Schade, is halt so! Die Konsequenzen kannst du dir denken…

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Freifunk war bei mir in letzter Zeit leider sehr auf Sparflamme da mein Vater verstorben ist und ich mich um einiges Kümmern musste. In den letzten Wochen habe ich noch ein oder zwei Knoten in Viernheim installiert aber ansonsten leider keine Zeit gehabt zu den Treffen zu kommen oder bei Veranstaltungen teilzunehmen. Ich hoffe aber bei den nächsten Treffen wieder dabei sein zu können und wenn Veranstaltungen bei diesen auch zu helfen.

Bezüglich des Treffens mit der Stadt kann man denen nicht sagen das der Erfolg auch sehr von der Beteiligung neuer Freifunker abhängt?

Bitte nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, Rechtfertigungen einzuholen oder darum, die ihr für Freifunk geleistet habt, herabzuwürdigen. Es geht nur darum klarzustellen, dass wir einen Weg finden müssen die Aufgaben in der Community auf mehr Schultern zu verteilen.

Hallo zusammen,

mir ist folgendes aufgefallen: Den Aufruf zur Unterstützung gab es letzten Montag und am Freitag wurde die Teilnahme am Event bereits abgesagt. Auch wenn hier sicherlich eine kurzfristige Entscheidung benötigt wurde, so würde ich von der geringen Rückmeldung nicht unbedingt auf die Bereitschaft zur Unterstützung schließen.

Ich z. B. habe vom ganzen Thema erst am Samstag erfahren. Vielleicht brauchen auch andere etwas Zeit, um a) im Forum zu lesen und b) auf den Aufruf zu reagieren.

Dazu kommt für mich, dass ich keine Ahnung habe was die Veranstaltung “Nachtwandel” überhaupt ist und wie wichtig sie für uns ist.

Eventuell kann man am Jahresanfang zwei, drei wichtige Events identifizieren und dann können wir diese bereits frühzeitig einplanen, dass sie nicht mit Urlaub, etc. kollidieren.

Ich helfe gerne und könnte auch einen der Nachwandel-Abende übernehmen - wenn wir doch noch daran teilnehmen wollen.

Chris

So ich bleibe beim Klartext.

@Milhouse ernsthaft? Wenn ja, Glückwunsch du hast das Problem nicht verstanden und mich dabei sogar noch mehr verärgert als ich eh schon war. Top!

@Alex kein Problem, sowas passiert. Mein Beileid.

@chrisSL Tja, manchmal bieten sich Gelegenheiten nur kurzfristig, so ist das. Und ja, für dich mag das jetzt ein Problem gewesen sein, hätten wir aber genug aktive Menschen, wäre das jetzt kein Problem gewesen. Wenn du nicht weißt worum es geht, kann man fragen, kein Problem.

So und jetzt allgemein. Hört auf mit dem Mimimi, das ist kein neues Problem das ich hier anspreche und jeder hat viel um die Ohren. Ich auch. Aber wenn viele ein bisschen was machen, ist es für alle machbar. Ich schreib sowas aber seit Jahren regelmäßig, wir erwähnen es auf den Treffen und es tut sich einfach nichts. Es gibt den harten Kern, ab und an macht mal jemand was, was ich nicht abwerten möchte, aber die Situation verbessert sich nicht.

Liebe Leah
ich empfinde deinen “Klartext” als nicht wirklich förderlich. Damit stösst du viele freiwillige Helfer vor den Kopf. Entweder du akzeptierst, dass jeder der hier mitmacht eigene Prioritäten hat und sich nach seiner Lust und Zeit hier einbringt, oder du professionalisierst den Freifunk, indem es hauptamtliche Kräfte gibt, die ihre Zeit komplett dem Projekt widmen und dafür bezahlt werden.
Ich habe keine Lust von dir hier blöde angeredet zu werden, nur weil ich kurzfristig nicht Zeit habe, an einer mir total unbekannten Aktion teilzunehmen.
Wenn der Community Gedanke hier im Vordergrund steht, dann überlege einmal wie eine Community funktioniert. Freiwillig und Gemeinschaftlich.
Persönlich finde ich es toll, wie viele ihren technischen Sachverstand hier in der Region dem Projekt widmen und würde mich freuen, wenn auch weiterhin jede Hilfe willkommen ist. Wenn sich für eine Aktion nicht genügend Helfer finden, dann findet die Aktion einfach nicht statt. Punkt.

Viele Grüße
Fredo

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Hallo zusammen,

ich möchte euch nochmal kurz unsere aktuelle Situation aus meiner Sicht zeigen. Ich hoffe damit wird klarer was das eigentliche Problem ist.

Ich verstehe, dass vielen von euch die Zeit fehlt sich groß in unsere Community einzubringen.
Wenn allerdings zu viele so denken, könnte es eben passieren dass wir den Verein, die Community und damit auch das Netz langfristig einstellen müssen.

Wieso das so ist, erkläre ich gerne genauer:
Die Community Freifunk Rhein-Neckar ist auf Spenden und damit auch auf die Gemeinnützigkeit des Freifunk Rhein-Neckar e.V. angewiesen.
Mit diesen Spenden wird u.a. der komplette Netzbetrieb finanziert, ohne den es akteull keinen Freifunk geben würde.
Die Gemeinnützigkeit haben wir allerdings nur durch ständige öffentliche Bildungs- und Sozialarbeit. Diese realisieren wir durch die Geflüchtenhilfe und die Vermittlung von Wissen über Netzwerke und Funktechnologien (z.B. durch Erklärungen hier im Forum, durch die Teilnahme an Veranstaltungen, aber auch durch die Versorgung der Geflüchtetenunterkünfte.).
Leider ist es aktuell so, dass diese Arbeit durch die geringe, bzw. nicht vorhandene, Beteiligung nicht mehr ausreichend stattfindet und somit unsere Gemeinnützigkeit in Frage steht.
Sollte das Finanzamt bei einer Prüfung unsere Gemeinnützigkeit in Frage stellen, ist nicht nur der Verein, sondern auch der Vorstand persönlich dafür haftbar. Das wollen wir alle nicht.
Wenn wir unser Backbone Projekt umsetzen, und uns damit mehrere tausend Euro Sach- und Aufwandsspenden in den Verein holen, potenziert sich das Problem noch weiter. Ausserdem würde die Arbeitskraft von zwei bis drei Personen in dieses Projekt fließen und damit an anderer Stelle fehlen.

Dies alles soll kein Angriff auf euch sein. Es soll vielmehr die Augen öffnen und als Hilferuf dienen, da sonst vermutlich ein Herzensprojekt von uns allen den Bach runter geht.

Deshalb habe ich eine Bitte an euch:
Überdenkt mal ob nicht doch irgendwo noch ein wenig Zeit für Freifunk übrig ist. Wenn jeder ein bisschen Zeit investiert, können wir die anfallenden Arbeiten zusammen stemmen.
Ausserdem müssen wir uns aktiv um “Nachwuchs” kümmern. Zeigt anderen was an Freifunk toll ist und motiviert sie an unserem Projekt mitzuwirken. Nur so können wir sicherstellen dass unsere Community langfristig Bestand haben kann.

Schöne Grüße
Hermann

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Ok. Wie könnte man da jetzt zielorientiert etwas verbessern?

Gehen wir mal davon aus das der Verein grundsätzlich schon genügend Mitglieder hat die überhaupt in der Lage und willens sind etwas für die Community zu tun. Warum klappt das dann so suboptimal?

Bring es etwas die Möglichkeiten sich einzubringen klarer darzustellen?

  • Die Langfristigen Sachen wie Wiki/Webseite und Öffentlichkeitsarbeit:
  • Mittelfristig wie jetzt die Messe oder andere Events.
  • Oder eben auch kurzfristig, wie jetzt der Nachtwandel (ok, da war ja nur die Frist kurz)

Ist momentan immer klar genug erkennbar was gerade zu tun ist und vor allem was wichtig ist ?

Wie kann man die „Schwellenangst“ senken?
Nicht jeder hat z.B. überhaupt schon mal Standdienst auf einer Messe gemacht. Auch anderer Sachen trauen sich manche evtl. nicht zu. Nach außen als “Mitglied des Vereins” aufzutreten, auch wenn man jetzt nicht im Vorstand ist z.B… Was darf man sagen, was nicht.
Wie könnte man das erleichtern?

Zeitmanagement und Priorität ist natürlich ein großes und sehr persönliches Thema.
Wie könnte der Verein aber konkret daran arbeiten eben genau die Priorität und das Interesse an diesem Projekt durch mehr Einbindung zu erhöhen und dadurch eine größere Motivation zur Mitwirkung zu schaffen?

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Hi,

vlt mal ein Blick von außen, da ich erst seit 2-3 Tagen hier bin.

Für mich ist überhaupt nicht erkennbar wie man hier unterstützen kann bzw. wo man einsteigen kann wenn man unterstützen will.

Die Website zeigt als mögliche Unterstützung nur “Node aufbauen” und “Geld spenden” fertig!

Ich denke die Hintergrundarbeit wie zb. Backbone Netz sollte transparenter sein, um das dünn besiedelte Mitarbeiternetz zu demonstrieren. Ebenso sollten Veranstaltungen transparenter geplant werden. Ein Forum Post versinkt hier irgendwann im Untergrund das ist keine gute Arbeitsplattform. Es braucht einfach eine Liste der offenen Punkte, denen man sich annehmen kann zum helfen.

Gruß Tobias

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Hallo,
auch mir als derzeit “nur” Mitlesender erschließt sich leider bis dato auch nicht, wo hier konkret Aufgaben sind, die es zu anzupacken gilt.

Danke für die Konkretisierung!

Gruß
Klaus

Es wurden jetzt einige Punkte genannt, die ihr als problematisch betrachtet oder als Hinderungsgrund und einige Fragen aufgeworfen. Da unsere Ideen bisher nicht so gut funktioniert haben, wäre es interessant zu hören, welche Ideen ihr als Lösungen für diese Probleme seht. Was braucht ihr zum Beispiel um euch aktiv einzubringen? Was um das zu organisieren? Wie soll diese arbeit Transparent gemacht werden?

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Darstellung der Aufgaben und ToDos auf einem Agile Board (Trello, Jira usw.) wäre ein Ansatz.

Dort sieht man dann auch wer sich um was kümmer oder was erledigt ist und wer Ansprechpartner ist.

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Also ich hab mich auch nicht sehr um Freifunk gekümmert die letzte Zeit. Ich habe meine Knoten beackert, damit die Laufen… Seit mehr als einem Jahr stürzen meine Knoten immer wieder ab und das hat vermutlich mit dem Treiber für das WLAN zu tun. Hab mir da USB-RS232-Dongle gekauft und nicht mal die Zeit gefunden die an den Knoten anzuschließen. Einige Treffen habe ich verpasst, weil einfach IMMER was kurzfristig im Weg war. Gefällt mir auch nicht.

Ich verstehe @leah durchaus … sie und die anderen haben ne Menge Scheiß an der Backe und fühlen sich im Stich gelassen. Aber grade die Verwaltung der Server usw. kann halt nicht mal eben jemand anderes machen.

Ich habe den Eindruck als wäre Freifunk - mit billigem Router - leider auch oft nicht was die “Kunden” sich wünschen… und das ist eben auch ein Problem. Es war schon mühevoll Leute zu finden, die so einen Knoten wenigstens bei sich aufstellen … aber wer mitmachen will muss dafür den Router an einer Stelle aufbauen, die eben Mesh-tauglich ist, muss leider hin und wieder den Router neu starten oder bei manchen Updates hand anlegen… Im Grunde braucht man schon ein bisschen mehr als “ich stelle das gerne auf” … die Leute finden es lästig sich zu kümmern und erkennen nicht welche Vorteile mit FF verbunden sind … das sind aber leider auch Vorteile, die oft an den Leuten vorbei gehen. Die meisten nutzen das Netz in der klassischen Server/Client Struktur und brauchen nicht die Möglichkeit eines offenen Netzes, wollen keine eigene Dienste anbieten usw. Und vom Standpunkt des YouTube-Ansehers ist Freifunk nicht schnell genug, viele Dienste lassen sich erst gar nicht nutzen (Netflix) oder man muss ständig Google Captchas beantworten, weil nach Außen eben tausende User über eine IP (Gateway) gehen…Von der Perspektive her ist Freifunk einer großen Konkurenz ausgesetzt. Internet kommt bei den meisten aus der Steckdose… denen ist es egal ob das ein Monopolist macht und ob der die Nutzer im Grunde dazu erzieht nur zu konsumieren.

Freifunk ist toll, aber leider nicht so einfach und nützlich wie die Leute sich das vorstellen… das macht es schwer normale Leute dafür zu begeistern. Und am Ende besteht eben immer die Gefahr, dass jemand “den Mist” wieder abklemmt, weil er die (falschen) Erwartungen nicht erfüllen kann.

Ich hatte Kontakt zu mehreren Städten und Vereinen “jaaa! machen wir!” hies es dann. Aber am Ende war es denen dann doch zu mühselig, irgendwie ist es dann eingeschlafen oder es wurde (trotz Rückfragen und ohne mich noch mal anzusprechen) ein teurer HotSpotBetreiber genutzt, obwohl das eigentlich sinnlos ist. Da erlahmt dann das missionarische Denken auch etwas.

Irgendwie muss man die Leute motivieren zu kommen und mitzumachen. Das geht dann gut, wenn die Ereignisse Spaß machen, es Gemeinschaft gibt und die Leute nicht nur rekrutiert werden um “Jobs” zu machen. Also batseln, RasPis ans netz bringen, Server aufsetzen, gemeinsam an einem Tisch Probleme eingrenzen usw. Dazu jede Menge Kekse ;) Und das nicht in einer Kneipe, sondern an einem Ort wie dem RZL, wo man sich wohl fühlt und man alle Möglichkeiten hat.

Das RZL dazu erst mal gemeinsam mit besserem Netz versorgen… dazu hab ich ja in Sichtweite gutes Netz hier, Leah war ja auch schon hier zum schauen. Und man könnte Richtfunk machen oder die schlechte InHouse-DSL-Strecke im RZL aufmöbeln… aber eben nicht nur als “Job”, sondern weil man gemeinsam da ne gute Zeit haben kann. Wäre so meine Idee… Ich hab da auch ne Drohne, damit kann man auch mal Antennen checken, Perspektiven klären für Funk und was weiß ich. ich habe “Jobs” genug… was ich suche ist nette Gemeinschaft und dann kann man nebenbei auch was bewegen. Dahin kann man auch Leute einladen und vielleicht haben die auch Spaß daran.

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Zu Beteiligung gab es mal einen Beitrag:

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Ja, das ist immer wieder Thema:

https://forum.ffrn.de/t/wie-koennen-arbeiten-sinnvoll-verteil-werden/1140

und in anderen threads sprechen wir es auch immer wieder an. daher: wer weitere ideen hat, wie wir die arbeit auf mehr schultern verteilen können, immer her damit!

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Also es gibt JOBS und es gibt Gemeinschaft.

Für mich ist es so, dass es mich wenig motiviert diese Jobs dann als reine “muss halt gemacht werden”-Aufgabe zu lösen. So wie ich eben die Treppe putzen muss, Geschirr spülen, Wäsche waschen oder Müll rausbringen. Ich (und fast jeder hier) hat genug solche Aufgaben. Dabei sind die Aufgaben alleine nicht so schlimm, aber das sind Dinge, die man in der Regel nicht mit großer Begeisterung tut. Und leider sind Freifunk-Aufgaben für mich inzwischen oft vom Gefühl auch so.

Also das ist ein Motivationsproblem. In meinen Augen lässt sich das nur lösen, wenn diese Aufgaben im Rahmen guter Gemeinschaft angegangen werden. Deswegen mein Vorschlag mehr auf Gemeinschaft zu setzen. Treffen um das Thema Freifunk müssen nicht immer groß organisiert sein, nicht groß vorbereitet und es muss nicht mal immer jemand aus dem Vorstand dabei sein. Also ich stelle mir das SO vor:

ICH muss ein paar Knoten mit RS232-Anschluss versehen. Das müssen wohl andere hier auch.Das brauchen wir für’s debugging, weil es ein paar Probleme mit der Stabilität der Knoten gibt. Außerdem weiß ich nicht so genau wie ich am besten einen Logger mache. Vielleicht kann man dazu einen Raspi nehmen? Aber wie setze ich das Ding für den Job auf… Ich bin mit Linux nicht so sicher … da fehlt mir einiges an Wissen.

Also könnte man sich doch einfach mal mit ein paar Leuten z.B. im RZL treffen. Einer davon sollte das Thema vielleicht schon ganz gut kennen. Dann löten wir uns da was zusammen, lernen wie man das mit einem Raspi oder einem übrig gebliebenen Netbook sinnvoll loggen kann, dokumentieren das gemeinsam gleich vor Ort in’s WIKI und haben eine gute Zeit.

Also das ist dann eher kein “Job”, weil man eben eine gute Zeit zusammen hat, aber man erledigt nebenbei gleich mehrere Jobs. Das hat dann nicht den Charme von “Müll raus bringen” und entspricht auch sehr gut den Anforderungen an die Gemeinnützigkeit des Vereins.

Viele der Aufgaben kann man im Rahmen solcher kleiner Treffen erledigen. Und der Spaß an der Gemeinschaft verhindert, dass man das als lästige Aufgabe wahrnimmt.

Also wer kann im RZL einen Raum reservieren? Wer hat auch das Problem mit dem Logging und Lust das GEMEINSAM anzugehen. Ich habe noch ein paar grade nicht benutzte Knoten, wo man es dran üben kann. Ich hab auch noch einen Raspi (oder zwei) und ein Windows-Netbook an dem man das üben kann.Es reicht ja wenn das zwei, drei Leute machen und wir können uns spontan treffen. oder bei jemandem zuhause… geht auch bei mir (wenn die Vorwarnzeit für’s Aufräumen reicht ;) )

Solange die Aufgaben als lästig empfunden werden und als Bedrohung für meine freie Zeit, wird das nix. Es muss eine soziale Komponente dazu kommen, damit ich mich drauf freue! Und man sieht ja gut an den recht giftigen Kommentaren von @leah was es mit der Laune macht, wenn man sehr oft Aufgaben ohne Spaß macht, weil es eben MUSS. Wir brauchen mehr Gemeinschaft. Da wo es in der Vergangenheit so funktioniert hat, hat es mich sehr motiviert. Aber das muss aufgefrischt werden.

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Wäre es nicht sinnvoll dafür die Treffen einfach monatlich durchzuführen? Ohne großen abfrage Aufwand jedes mal. Wenn man einmal herausgefunden hat was die präferierte Zeit von den meisten ist könnte man das doch mit geringem Aufwand monatlich standardisieren?

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Wichtig ist dabei, dass die “Chefs” nicht zwingend bei allen Treffen dabei sein müssen. Es muss auch nicht jedes Mal ein “Programm” geben. Regelmäßige Treffen sind zwar schick, aber bedeuten oft auch Stress. Gemeinschaft sollte meiner Meinung nach ein Bedürfnis sein und kein Zwang.

Offizielle Treffen mit Programm und Anwesenheit der “Chefs” brauchen wir auch. Aber die eigentliche Arbeit wird da eher besprochen als erledigt. Das löst die Motivationsfrage nicht und nicht die Jobs.

Immer wenn jemand eine Aufgabe übernimmt höre ich ein Geräusch im Kopf als würden die anderen aufatmen, dass der Kelch an ihnen vorbei gegangen wäre… und der, der es dann macht ist dann irgendwie alleine mit der Aufgabe. Es fehlt das Gefühl von Gemeinschaft. Es gibt auch Projekte, wo das besser gelaufen ist, aber das klappt irgendwie nicht richtig für Aufgaben, die der Gemeinschaft helfen und unsere Chefs entlasten…

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