Weiteres Vorgehen

#1

So, nachdem @leah ihren Rücktritt angekündigt hat, viel geredet wurde und es bald soweit ist: Wie geht es weiter? Ein paar zu klärende Punkte:

  • Es wurde bemängelt, dass nicht klar ist, was für Aufgaben (auch Abseits der Adminteamtätigkeiten an der Infrastruktur) erledigt werden müssen. Wo sollen wir die Aufgaben sammeln? In einem Kanban, Wiki, Forum, Gitlab Issues, … Wer kümmert sich darum?
  • Welche Anforderungen setzt ihr an Nachfolger im Adminteam? Wie finden wir jemand, der engagiert und vertrauenswürdig ist?
  • Wir klären wir die weitere Ausrichtung der Community? Alles so weiter wie bisher oder nehmen wir die Anmerkungen auf? Wo wird das diskutiert und geklärt?
  • Wollt ihr mehr Vereinsarbeit statt Community?

Das sind nur einige Fragen, die offen sind. Wir sollten nur langsam mal den Vorwärtsgang einlegen und Dinge klären, besprechen, ändern.

Ihr seid dran.

#2

Ich würde etwas vorschlagen was eine geringe Hürde, offen, und einfach bearbeitbar ist. Auch eine Historie wäre schön.
Zum Beispiel das in einem Forum zu sammeln dürfte schnell sehr unübersichtlich werden.
Vielleicht .md Dokumente in einem Repository auf Github, Gitlab oder dergleichen? Man hätte “Dokumente”, es bleibt also übersichtlich. Es gibt aber auch eine History und Kommentare zu den Änderungen. Und es kann jeder Änderungsvorschläge einbringen. Okay geht auch in einem Wiki. Jedenfalls eher nicht im Forum :sweat_smile:. Oder eben nur begleitend.

Was ich abschreckend finde ist das es einiges an Zeit erfordert. Man sollte versuchen es auf viele Schultern zu verteilen. Und eher ein größeres Team bilden.
Es sollte halt vermieden werden das ein einzelnen oder zwei Personen für alles zuständig sind. Es müsste ja auch nicht jeder alles können oder machen. Aber gemeinsam gäbe es da vielleicht weniger Druck auf einzelne. Es gibt doch sicherlich auch aktuell “Admin-Aufgaben” die auch jemand machen könnte der nicht Zugriff auf alles braucht. Klar man muss denjenigen immer noch Vertrauen entgegen bringen. Aber das ganze ist auch irgendwie ein “Lernprojekt”.

Naja was ist unter Vereinsarbeit zu verstehen? So wie ich das sehe macht es doch eigentlich keinen wesentlichen Unterschied. Man braucht immer noch Admins und dergleichen. Es scheint mir doch hier ein Personal- und ein Motivationsproblem zu geben. Wenn man es eher als Verein gestaltet bleibt doch vermutlich auch wieder sehr vieles an einzelnen hängen. Damit ist doch nichts gewonnen oder sehe ich das Falsch?

#3

Das mit der Vereinsarbeit bezog sich auf die Vorschläge von @chrisSL aus dem anderen, verlinkten Thread. Ich möchte das und die anderen Anmerkungen einfach unbewertet in den Raum stellen (bzw. in den Raum gestellt lassen ;)), damit es nicht vergessen wird.

Es geht hier nicht nur um die Adminarbeit an den Servern, sondern eben alles, was eigentlich die Community leisten sollte: Öffentlichkeitsarbeit, Flyer, Werbematerialen, Treffen, Schulungen, Wissensvermittlungen, Selbstverständnis, die Liste ist endlos…

Offensichtlich gibt es ja von allen Seiten großen Unmut darüber, dass alles auf so wenigen Schultern zu lasten scheint bzw. tatsächlich lastet. Jetzt ist mal wieder eine Gelegenheit es besser zu machen und Dinge umzustrukturieren. Daher die Frage: Wie geht es weiter, wer will was anpacken? »Der harte Kern« möchte doch schon immer nichts lieber als Aufgaben abgeben und auf viele Schultern verteilen. Der erste Schritt wäre nun jemand zu finden, der mithilft die Aufgaben zu sammeln, zu verteilen, etc. Wenn fehlende Mitarbeit damit begründet wird, dass offene Aufgaben nicht einfach genug zu finden sind, oder die Hürden zu hoch sind, dann sollte das das erste sein, was wir ändern. Dagegen sträubt sich wirklich niemand, denn eine bessere Aufgabenverteilung führt doch im idealfall zu dem, was wir alle wollen: Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen.

Dinge liefen in der Vergangenheit nicht optimal. Das ist keine neue Erkennis, die da im anderen Thread aufkam, aber jemand müsste diese Erkenntnisse halt jetzt mal in Lösungen umsetzen. Dafür baucht es eine Plattform und Menschen, die sich dafür verantwortlich fühlen. Intention dieses Threads ist, dass viel geredet wurde, aber jetzt auch Dinge erledigt werden müsste. »Jemand müsste mal«…

Das ist ist eine offene, grüne Spielwiese und wir haben praktisch keine Beschränkungen, wie wir uns organisieren wollen. Legt los!

1 Like
#4

Okay jetzt verstehe ich besser was du meintest.

Der Beitrag von @chrisSL war der hier: Zukunft und so (Rücktritt)

Ich denke mehr “Verein” hätte durchaus Vorteile. Aber auch Nachteile (wie halt alles). Vielleicht könnte man die Admin Tätigkeiten tatsächlich stärker durch den Verein organisieren. Es sieht ja sowieso so aus, das man jedem dem Zugang zu irgendwelchen Systemen gewährt werden soll irgendeine Form von formaler Vereinbarung treffen muss. Da könnt der Verein den Rahmen für geben. Jedoch sollte man dabei auch bedenken, das doch eigentlich jeder die Chance haben sollte das zu machen was er möchte. Doch bei Admin-Wahlen könnte das durchaus schwierig werden. Dann werden die Strukturen ziemlich festgenagelt und eine dynamische Arbeit wird schwerer. Auch wird es schwerer neu interessierte zu integrieren denke ich. Ich bin da recht unerschlossen. Ich denke man kann irgendwie mit beidem leben.

Ich habe mich bisher ziemlich auf die Admin Arbeit bezogen, da dies das unmittelbare Problem zu sein scheint. Aber vermutlich ist ein großer Teil der Ursache schon die fehlende Community-arbeit.

Ich bin mir nicht sicher ob dem tatsächlich so ist. Aber ich könnte mir vorstellen, das es auch problematisch ist, das FFRN ein ziemlich großes Gebiet abdeckt, dadurch aber relativ wenig gemeinsame Vor-Ort-Arbeit vorhanden ist. Es gibt zwar ab und zu Treffen, aber ich (und viele andere sicherlich auch) waren noch nie bei einem solchen. Um nochmal auf Verein vs. Community zurück zu kommen. Ich denke ein Verein funktioniert besser wenn lokale Strukturen vorhanden sind. Die Community besser, wenn es wie hier um größere Gebiete geht.

In meinem vorherigen Beitrag war ich bezüglich der Adminteamtätigkeiten davon ausgegangen, das hier eher die Dokumentation der konkreten regelmäßigen notwendigen Tätigkeiten gemeint war. Also eher ein HOWTO-Freifunk-Admin Wenn es um die generelle Verteilung von Aufgaben geht ist hier das Forum vielleicht am besten geeignet. Einfach weil hier vielleicht noch die meisten ab und zu reinschauen.

Ich will wohl gerne helfen Aufgaben zu sammeln. Aber aktuell fehlt mir einfach die Vorstellungskraft um jetzt aus dem blauen eine Liste zu schreiben. Eventuell ein Pad wo einfach mal jeder reinschreibt was ihm einfällt was so an möglichst kleinteiligen Aufgaben ansteht (Die Chance das jemand einen Kleinen Teil bearbeiten möchte ist vielleicht höher.). Dann gruppiert man die thematisch und versucht Leute zu finden die etwas tun wollen?

#5

Mich koennt ihr loeschen, finde es im Gegensatz zur Forenmoderation wenig witzig als Troll bezeichnet zu werden.

Vielleicht sollte man die Moderationsart dennoch mal ueberdenken, muss nicht immer alles falsch sein was ich geschrieben habe.

#6

Ich habe Mal angefangen einige Themenbereiche nach Berechtigungsstufen getrennt aufzuführen.
Diese Liste ist aber bei weitem noch nicht komplett und spiegelt nur die aktuelle Berechrigungsstruktur wieder.
Erweitert die Liste gerne um Punkte die euch einfallen, ich kann auch Kommentare hinterlassen was aktuell wie gelöst wurde.

5 Like
#7

Ich habe auch ein paar Punkte ergänzt. Die Liste ist schon gut gefüllt, aber nicht vollständig.

Frage: Wie geht es weiter? Wie kommt man von so einer Liste jetzt zu einer Community, in der Arbeiten auf mehreren Schultern verteilt werden?

#8

Naja das ist wohl die große Frage. :thinking:

Wie sind denn die Server aufgebaut? Also wie läuft was auf der tatsächlichen Hardware und was ist wie virtualisiert? Wenn man z.B. den Kreis der Admins für die Gateways klein halten möchte, dann könnte man aber durchaus die ganzen Tool-Server an jemanden auslagern. Das dürfte vom technischen “Können” ja auch etwas einfacher sein, würde aber die “Gateway-Admins” bzw. aktuell den Gateway Admin entlasten. Bei mir ist es zum Beispiel selber so das ich ein paar Server primär für Webhosting, Mailserver und dergleichen betreibe. Und dementsprechend habe ich da schon etwas Ahnung. Aber so jetzt mal eben ein Gateway aufsetzen würde ich sicherlich auch irgendwie hinkriegen nachdem ich viel gegoogelt und Zusammenhänge verstanden habe. Aber jetzt ein Produktivsystem zu betreuen würde ich mir aktuell eher nicht zutrauen. Das dürfte bei anderen ja sicherlich ähnlich sein.

Was die vielen anderen genannten Öffentlichkeitsarbeits-Themen angeht muss man vermutlich irgendwie versuchen das aufzuteilen in Sachen die zusammen gehören und irgendwo anfangen. Wenn jemand sich findet der sagt “Ich fange jetzt xy an” findet sich hoffentlich jemand der sagt “Ich helfe dir”. Das wäre so meine Hoffnung.

1 Like
#9

Es gibt 3 physikalische Server bei Hetzner (VM Hosts)
Darauf laufen folgende VMs:

  • 7 Gateways
  • 1 Tools VM
  • Map VM
  • Unifi Controller

Daher ist die Aufteilung aktuell nur sehr begrenzt möglich.

#10

Aus Interesse, was für eine Virtualisierungsplattform ist das?

Ja ich sehe es. Allerdings ist es ja schon so, das die Gateways etwas abgetrennt sind. Aber was haltet ihr, bzw. du @NurticVibe denn generell von dem Vorschlag die Gateway Administration (+ halt natürlich die 3 physikalischen Server) von der restlichen Administration abzukoppeln? Ist das sinnvoll? Und würde das zumindestens etwas Last abnehmen?

#11

Wie wird denn dann das DNS gemacht? Ist da nicht Pflicht, 2 Nameserver bei unterschiedlichen Betreibern (oder zumindest in voneinander entfernten Netzen) zu haben?

Oder ist das der Grund, weshalb das DNS der Knoten nicht funktioniert?

#12

DNS für unsere Zonen liegt seit kurzem wieder komplett bei Hetzner als Managed Service, vorher war das auf Maschinen von Leah.

Der Grund für das Einstellen von E-Mail und DNS für *.nodes.ffrn.de war der schiere Administrative Aufwand und die Fehleranfälligkeit der Lösung in Relation zum reellen Nutzen. Zudem kommt der Aspekt des Datenschutzes für die E-Mail Auslieferung/Weiterleitung.

#13

Also ich habe das DNS für FFRN ja “parallel” mit meiner eigenen Infrastruktur aufgesetzt und das läuft eigentlich relativ problemlos. Geht halt nicht wenns nur bei Hetzner läuft.

E-Mail ist was anderes, da gibts dann immer Backscatter wenn die Adressen nicht stimmen und wie von Dir angesprochen der Datenschutz.

#14

Die Server sind nur ein Teil des Problems. Was ist mit all den anderen Aufgaben? Wie bekommt man die Community dazu sich zu organisieren, sodass sie erledigt werden? Woran hängt es?

1 Like
#15

Mal ganz ehrlich, seit meiner Ankündigung reden wir nur über die Server und die Admin Aufgaben, dabei ist das nicht mal im Ansatz der Kern des Problems. Die Admin Aufgaben sind das mindeste was gemacht werden muss, damit wir nicht gleich auch ganz abschalten können. Aber eben nur das absolute Minimum. Sie sind aber nicht der Grund für die Überlast die dazu geführt hat wo wir jetzt sind, nämlich einem quasi toten Projekt. Auch nicht der Grund dafür dass ich gesagt habe: “Sorry, das wars jetzt.”

Das Problem ist, dass die ganzen übrigen Aufgaben, die ja auch im Pad stehen, auch noch von dem kleinen Kern Team gestemmt werden mussten, weil Niemand wirklich kontinuierlich seinen Arsch hoch bekommt auch mal was zu machen oder sich zu beteiligen. Solange diese Aufgaben nicht gelöst und übernommen werden, reitet ihr hier weiter ein totes Pferd. Und jetzt nochmal in ganz klaren Worten, nach denen ich mir mit Sicherheit wie jedes mal wieder viel gejammer anhören muss:

Ihr, die Community, müsst euch jetzt endlich mal entscheiden, entweder euch ist das Projekt so wichtig, dass ihr euch mal bewegt und einen Teil eurer kostbaren (das spreche ich ja nicht ab) Freizeit kontinuierlich investiert und nicht nur fordert, oder wir begraben das Projekt, gucken das wir vielleicht ein paar Dinge gerettet bekommen, aber das war es dann. Das ist doch einfach nur noch peinlich was hier abgeht.

2 Like
#16

Wenn ihr euch engagieren möchtet, aber euch der Rahmen hier im Forum unangenehm ist, dann schreibt mir eine Direktnachricht und einen Vorschlag, in welchem Umfeld ihr euch wohler fühlt. Zum Beispiel auf dem nächsten Treffen? (Das müsste übrigens auch jemand organsieren.)

Her mit euren Lösungsvorschlägen für die Situation!

2 Like
#17

Erm, wie @Cheatha oder @leah schon schrieben, denke auch ich, daß das »wer beackert die Hardware« eines der nachrangigsten Probleme von FFRN ist — zum 01.01.2020 geht diesbezüglich nach aktuellem Stand das Licht aus (weil kein Vereinsvermögen mehr vorhanden), und um den Verlust der Gemeinnützigkeit abzuwenden, muß der Verein eigentlich mehr satzungsgemäße Aktivitäten denn je aufbieten …

#18

Das ist es langsam wirklich …
Sobald versucht wird einen Ansatz einer Lösung zu finden wird sich aufgeregt, dass nicht ein vollständiges A-Z Konzept vorgelegt wird. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, niemand wird heute “hier” schreien und alle anfallenden Tätigkeiten übernehmen. Ich selbst hätte mir vorstellen können, bei der Administration unterstützen zu können. Zu Vereinsrecht, PR, Flyerdesign ö.ä. kann ich einfach aufgrund fehlendem Wissen nichts beitragen, sorry!
Ich kann euren Unmut verstehen, aber es ist absolut nicht so, dass sich niemand engagieren möchte. Dies funktioniert aber nur in Zusammenarbeit und wenn man die Leute dort abholt wo sie sind.
Es möge Leute geben, die das anders sehen. Eventuell können diese dem Verein/der Community/was man auch immer sein möchte, weiterhelfen. Ich selbst habe den Verlauf der Diskussion jetzt lange genug beobachtet und meinen Senf dazu gegeben. Zumindest was dieses Thema betrifft, bin ich raus.

1 Like
#19

Niemand erwartet ein A-Z Konzept oder die ultimative Antwort auf alle Fragen. Wie kommst du auf sowas? Wir fragen nur immer und immer wieder, wer überhaupt etwas tun möchte. Siehe auch mein Beitrag von vor 2 Tagen, in dem ich auch drauf eingehe, dass das hier vielleicht der falsche Rahmen ist um sich als Helfer zu melden. Und wie @wusel korrekt anmerkte: Die Serveradministration ist das kleinste Problem.

#20

Ja es mag sein, das die “Öffentlichkeitsarbeit” wichtiger ist. Aber andererseits ohne halbwegs funktionierende und zukunftsfähige Administration braucht man auch keine Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Und wer sich für Freifunk interessiert und hier bei FFRN vorbei schaut denkt sich auch, okay die hatten ein Team mit 2 Admins, einer hat frustriert aufgehört, mal schauen wie lange der verbleibende noch alleine durchhält. Das macht nicht so Mut Hardware zu kaufen und da mit zu machen.

Aber jetzt noch mal zurück zur Öffentlichkeitsarbeit. Was ich mir vorstellen könnte ist zu versuchen die Punkte “Webseite überarbeiten” aus dem Pad mal anzugehen. Allerdings würde ich das nicht so gerne alleine machen. Und bevor ich da anfange etwas zu machen würde ich eigentlich schon gerne wissen, das es nicht komplett unnütz ist, da sich niemand findet der sich vorstellen kann andere Aufgaben zu übernehmen und FFRN daher in ein paar Monaten/Tagen Geschichte ist.